Hausbrand

Hausbrand ist eine langfristige fotografische und historische Dokumentation über Energiegewinnung in Deutschland und darüber, wie sie Landschaften und Gesellschaft geprägt hat.

Fotografien heutiger Energie- und Folgelandschaften treffen dabei auf historische Bildwelten und überlieferte Erfahrungen der Menschen vor Ort. Aus diesen unterschiedlichen Perspektiven entsteht eine visuelle Erzählung darüber, wie heimische Energieträger Landschaften verändert, Regionen geprägt und Vorstellungen von Arbeit, Wohlstand, Fortschritt und Heimat beeinflusst haben.

Das Projekt begann 2021. Seitdem sind in allen Bundesländern fotografische Aufnahmen entstanden und zahlreiche historische Quellen zusammengetragen worden. Ende 2026 werden erste Ergebnisse veröffentlicht. Für Sommer 2027 ist die Veröffentlichung als Bildband geplant.

Folgelandschaften

Landschaften bewahren Geschichte. Tagebaue werden zu Seen, Abraumhalden zu Aussichtspunkten, ehemalige Industrieflächen zu Naturräumen. Andernorts müssen Bergschäden, technische Anlagen oder Eingriffe in den Wasserhaushalt über Generationen begleitet werden.

Hausbrand dokumentiert solche Landschaften in ganz Deutschland – vom aktiven Abbau über stillgelegte Anlagen bis zu rekultivierten und neu gestalteten Flächen. Die Fotografien erzählen Geschichten aus dem „unbestechlichen Gedächtnis“ der Erde.

Erfahrungen der Menschen

Energiegeschichte ist auch die Geschichte der Menschen, die in diesen Regionen gelebt und gearbeitet haben.

Umsiedler, Anwohner, Bergarbeiter und andere Zeitzeugen berichten von Arbeit und Gemeinschaft, aber auch von Umweltbelastungen, Konflikten, Bergschäden und Heimatverlust. Unterschiedliche Erfahrungen stehen dabei bewusst nebeneinander.

Für *Hausbrand* recherchieren wir vor allem bereits dokumentierte Zeitzeugenberichte und historische Quellen. Gleichzeitig freuen wir uns über Hinweise auf persönliche Berichte, private Sammlungen und bislang wenig bekannte Quellen.

Visuelle Geschichte

Wie wurde Energie erklärt, beworben und gesellschaftlich verhandelt?

Historische Postkarten, Plakate, Broschüren, Werbemittel, Unternehmenspublikationen und Protestmaterialien zeigen, welche Vorstellungen zu unterschiedlichen Zeiten mit Energie, Wärme und Rohstoffgewinnung verbunden waren.

Hausbrand bringt solche Zeugnisse visueller Kommunikation zusammen und setzt sie in Beziehung zur fotografischen Dokumentation. Sie erzählen von Fortschrittsversprechen und Versorgungssicherheit ebenso wie von Umweltkonflikten, Protest und sich wandelnden Vorstellungen davon, wie Landschaft und Ressourcen genutzt werden sollten.

Zusammenarbeit

Die Recherche zu *Hausbrand* führt in Archive und Sammlungen, zu Museen, Behörden, wissenschaftlichen Einrichtungen, Unternehmen, Vereinen und privaten Quellen.

Viele dieser Institutionen und Menschen verfügen über Wissen und Materialien, die andernorts kaum dokumentiert sind. Der fachliche Austausch und die Unterstützung unserer Partner sind deshalb ein wichtiger Bestandteil des Projekts.

Wir interessieren uns insbesondere für historische Fotografien und Drucksachen, Unternehmens- und Sammlungsgeschichte, dokumentierte Zeitzeugenberichte sowie Hinweise auf bislang wenig bekannte Bestände.

Sprechen Sie uns an

Sie beschäftigen sich mit einem Thema, einer Region oder einem Bestand, der zu Hausbrand passen könnte? Oder Sie haben eine Frage zum Projekt? Schreiben Sie uns gerne an post@folgelandschaften.de.

Über unseren Newsletter informieren wir außerdem über neue Recherchen, Veröffentlichungen und den weiteren Verlauf des Projekts.